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AGEH e.V.
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D-50679 Köln
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W: www.ageh.de

Anforderungsprofil

Mitarbeit in der Humanitären Hilfe

Not- und Katastrophenhilfe direkt im Anschluss an natürliche oder von Menschen verursachte Katastrophen stellt den ersten Schritt eines kontinuierlichen Prozesses der Begleitung betroffener Bevölkerungsgruppen dar. Üblicherweise dauert diese erste Phase drei bis sechs Monate und entsprechend ist auch die Dauer von Dienstverträgen für Fachkräfte in diesem Bereich. Inhaltlich geht es hier um direkte Hilfe zum Überleben: Wasser, Nahrungsmittel, Obdach, medizinische Erst- und Grundversorgung. Fachkräfte, die in dieser Phase vor Ort arbeiten, sollten, aufbauend auf eine mehrjährige Berufserfahrung in einem relevanten einschlägigen Bereichen (Logistik, Technik, Lagerung und Verteilung von Hilfsgütern, Betriebswirtschaft) mehrjährige Berufserfahrung in der Entwicklungs- oder Nothilfe haben und über nachweisbare Erfahrungen verfügen im Bereich der Koordination komplexer humanitärer Problemlagen.

An die erste Phase schließt sich die des Wiederaufbaus an, in der sich die Aufgabe stellt, zerstörte oder geschädigte materielle und soziale Infrastruktur wieder herzustellen. Wesentlich ist für die zumeist kirchlichen Partner der AGEH die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren. So früh wie irgend möglich werden die Bevölkerung und die lokalen Organisationen und Institutionen verantwortlich eingebunden, lokaler Sachverstand für die Planung und die Durchführung der Wiederaufbaumaßnahmen genutzt. Externen Fachkräften kommt oft die Aufgabe der Koordination mit anderen Hilfsorganisationen, der Mitarbeit bei der Erarbeitung von strategischen Planungen, der Finanz- und Sachberichterstattung und der Beratung der lokalen Akteure zu.

Immer öfter ist es auch Aufgabe externer Fachkräfte, die politischen Begleitumstände des Wiederaufbaus zu verfolgen und durch Monitoring- und Lobbyarbeit dazu beizutragen, dass die Bedürfnisse und Interessen von armen und benachteiligten Bevölkerungsschichten ausreichend Berücksichtigung finden und dass nicht durch unbedachte oder voreilige Hilfsaktionen mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird. Letzteres gilt insbesondere für den Bereich der Selbsthilfe und der Selbstorganisation von Bevölkerung, die besonders zu fördern es in der ggf. sich anschließenden Phase der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit gilt.

Im Rahmen der Humanitären Hilfe sind durch die AGEH typischerweise folgende Arbeitsplätze zu besetzen:

  • Länderbeauftragte/r oder dessen Assistenz
    Vertretung der jeweiligen deutschen Partnerorganisation in der Krisenregion in geschäftsführender Funktion und den damit verbunden Aufgaben:

    Leitung des dortigen Auslandsbüros und Koordination des Büroteams, Unterstützung und beratende Begleitung der lokalen Partnerorganisation, Repräsentation der deutschen Organisation gegenüber anderen nationalen und internationalen Hilfsorganisationen sowie Behörden, Botschaften, Konzeption von Zielen und Projekten im Rahmen der Länderstrategie des deutschen Partners, Supervision der Projektdurchführung, des Monitorings und des Berichtswesens, Finanzverwaltung

    Anforderungen an die Fachkraft:

    Diplomierter Wirtschafts-, Sozial-, Rechts-, oder Geisteswissenschaftler vorzugsweise mit Zusatzqualifikation im Bereich der Humanitären Hilfe und/oder Entwicklungszusammenarbeit - oder andere Qualifikation mit einschlägiger Berufserfahrung
  • Fachkraft für das Finanzwesen
    Durchführung aller buchhalterischen Tätigkeiten im Rahmen der Projektadministration der deutschen Partnerorganisation in der jeweiligen Krisenregion. Aufgabe:

    Mittelverwaltung (Konten und Kassen), Nachweisführung, Projektkontenführung, Warenverkehr, Inventar, Internes Kontrollsystem, Monatliche Finanzberichte und Jahresabschluss, Mitwirkung bei der Erstellung des Projektbudgets

    Anforderungen an die Fachkraft:

    Finanzbuchhalter/in oder Beruf im kaufmännischen Bereich mit entsprechender Erfahrung, Mehrjährige Berufserfahrung, Erfahrung bei öffentlichen Haushalten (Zuwendungs-, Haushaltsrecht),Bereitschaft, unter "buchhalterfeindlichen Bedingungen" (schwierige Nachweisführung, Zettelwirtschaft, schlechte Dienstleistung örtlicher Banken etc.) zu arbeiten
  • Fachkraft im Sozialbereich
    Aufbau und Koordination des Arbeitsfeldes Sozialarbeit in der jeweiligen Krisenregion in Abstimmung mit dem dortigen Länderbeauftragen der deutschen Partnerorganisation Aufgabenbereiche:

    Psychosoziale Beratung und Betreuung von Flüchtlingen, Inlandsvertriebenen oder Rückkehrern, Soziale Facharbeit (Behindertenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Frauenarbeit), Konzeptionelle und organisatorische Beratung des lokalen Partners sowie Fortbildung der lokalen Mitarbeiter/innen, Mitwirkung bei der Zusammenarbeit mit lokalen NROs oder anderen internationalen Organisationen

    Anforderungen an die Fachkraft:

    Dipl.-Sozialarbeiter/in, Dipl.-Heilpädagoge/in - oder ähnliche Qualifikationen mit einschlägiger Berufserfahrung, mehrjährige Berufserfahrung, Auslandserfahrung, vorzugsweise im betreffenden Kulturkreis, Bereitschaft zur Teamarbeit, aber auch Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Handeln, Sozialisation in einem christlichen Umfeld und Kompetenz im Umgang mit kirchlichen Strukturen, auch im Ausland; christliche Konfession, Erfahrung in Projektmanagement